Geschichte: Tieffliegerangriff auf die Muna

Frau Erika Schulze, geb. Bloedom, hat den Tieffliegerangriff von Anfang März 1945, also kurz vor Kriegsende, selbst miterlebt.
Oberfeuerwerker Hedler wurde vergiftet als bei Arbeiten an einem undicht gewordenen Phosgenbehälter ein Schlauch platzte. Dabei wurde er mit Phosgen kontaminiert  und verstarb nach zweitägiger Leidenszeit. Er wurde in dem Waschhaus aufgebahrt. Auf dem Weg zur Trauerandacht sind die begleitenden Personen von einem Tiefflieger der Amerikaner (Republic P-47 Thunderbolt) angegriffen worden.
Auf diesem Weg von unserer Baracke zum Waschhaus zur Teilnahme an dieser Trauerandacht erlebte ich mit meiner Kollegin Luise Bordwaffenbeschuss durch feindliche Flugzeuge. Wir suchten erst in panischer Angst Schutz hinter einer Montagehalle, doch wurden wir dann von Luftwaffenschülern aufgescheucht und mussten in einem total durch Schneewasser und Matsch verdreckten offenen Splittergraben Zuflucht suchen bis die Gefahr vorbei war.

 

Soweit der Bericht der Augenzeugin.

Die "Arbeitsgemeinschaft Luftkrieg Ederbergland" und Bernhard Bock vom "Kulturverein Burgwald e. V." haben im Bereich der Standortschießanlage Hülsen und Gurtteile von Bordwaffenmunition der Amerikaner gefunden (Kaliber .508 oder 12,7 mm, Herstellungsjahr 1943) und können damit den Angriff bestätigen.

Es flogen zwei P47 Thunderbold von Osten nach Westen über die Luftmunitionsanstalt 2/XII  hinweg, ohne zu wissen was sich dort befand. Über dem Edertal, in etwa bei Rennertehausen, kreiste eine der P47. Die andere P47 kam zurück und feuerte auf die Menschen auf der Straße. Die Maschine flog etwa 450 Km/h, daher liegt der Fundort der Geschoßhülsen gut 600 m vom Zielpunkt entfernt.

Bei diesem Angriff wurde zum Glück niemand getötet oder verletzt!






     
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