Geschichte: Schaffnerin Elisabeth Naumann

Elisabeth Naumann, geborene Böckmann, aus Birkenbringhausen war als Schaffnerin für die Deutsche Reichsbahn verpflichtet worden. Sie berichtet über den Angriff von Tieffliegern auf einen Zug am 07. Oktober 1944. Mein Standort war der Bahnhof in Frankenberg. Von dort aus befuhren wir die Strecken nach  Sarnau/Marburg, Korbach/Warburg und Winterberg/Bestwig/Erndtebrück. Es gab damals nur Dampfloks, angehängt waren Wagen der II. und III. Klasse. Die Wagender III. Klasse bestanden aus Holzbänken, während die Sitze in der II. Klasse schön gepolstert waren.

Am 07. Oktober 1944 fuhr ich gegen 10:00 Uhr von Birkenbringhausen nach Frankenberg. In Höhe des Thalberges wurden wir von Tieffliegern angegriffen und beschossen. Bei dem Angriff sind mehrere Personen ums Leben gekommen. Ich kann mich erinnern, dass die Toten zur Identifizierung aufgebahrt wurden. Zusammen mit anderen verletzten Personen wurde ich in das Lazarett des Arbeitsdienstlagers in Frankenberg (hinter dem Kornhaus) gebracht. Ich hatte einen Durchschuss in der Wade und mehrere Splitter im Körper. Danach wurde ich in das Hilfskrankenhaus in Frankenberg in der heutigen Röddenauer Straße verlegt, wo ich fast drei Monate verbrachte.

Elisabeth Naumann

Die Munition wurde von der Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Ederbergland e. V. und dem Kulturverein Burgwald gefunden und dem Museum "Bunker der Geschichte" zur Verfügung gestellt.

Das Bild oben rechts zeigt die amerikanische Fliegermuntion 0.508 Zoll oder 12,7 mm der Maschinengewehre und das Bild unten rechts die 20 mm Munition der Vierlings-Flugabwehrkanone der deutschen Verteidiger.

Die Munition der Flugabwehrkanone stammt aus Örlikon in der Schweiz. Die neutrale Schweiz hat an fast alle Kriegsteilnehmer Munition geliefert. Das deutsche Reich hatte in den letzten Kriegsjahren kein Messing mehr zur industriellen Verwertung.






     
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