Geschichte: Muna im Wald, wir finden dich bald!

Der Bahnhof Holzhausen war nicht der Mittelpunkt des Dorfes, wie dies in manchen Städten der Fall ist, dazu war er zu weit vom Ort entfernt (rund einen Kilometer vom letzten Haus). Für viele war er jedoch das Tor zur weiten Welt. Das Besondere an der Eisenbahnstrecke von Holzhausen nach Reddighausen war die Streckenführung. Sie führte in einem großen Bogen über zwei Ederbrücken und durch den Einschnitt zwischen Helgerschberg und Böge. Dieser Einschnitt wurde in Handarbeit, mit Hacke, Schaufel und Lore, zumeist von ausländischen Gastarbeitern abgetragen. Das Material wurde zum Aufschütten des Bahndamms genutzt. Im Zweiten Weltkrieg standen in dem Einschnitt öfters Munitionszüge von der "Luftunitionsanstalt2/XII Frankenberg" (Muna) bei Frankenberg. Sie hatten da etwas Sichtschutz vor den Tieffliegern. Die Bevölkerung aus den umliegenden Dörfern hatte jedoch große Angst, dass einmal ein Munitionszug von einer Bombe getroffen würde. Das hätte bestimmt verheerende Folgen gehabt. Gegen Ende des Krieges warfen die Engländer auch über Holzhausen Flugblätter ab, mit der Aufschrift Muna im Wald, wir finden dich bald. Damit sollten die Arbeiter dort eingeschüchtert werden.

"Wenn man bedenkt, dass es etwa 370 Munas im Deutschen Reich gab, und alle getarnt im Wald versteckt waren, ist es höchst unwahrscheinlich eine bestimmte Muna  mit Flugblättern zu suchen."

Die Furcht der Katastrophe war der Vater des Gedankens!






     
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